Diese Burger aus Kichererbsen und Roter Bete haben einen weichen, saftigen Kern und eine leicht knusprige Oberfläche. Sie werden aus bereits gekochten Kichererbsen und gegarter Roter Bete hergestellt. Das ist weder ein Falafel-Rezept mit eingeweichten rohen Kichererbsen noch ein Vergleich industrieller Fleischersatzprodukte. Entscheidend sind die Feuchtigkeit, die grobe Struktur der Bohnenmasse und eine kurze Ruhezeit für die Haferflocken.
Das Rezept ergibt 6 Bratlinge für 3 Portionen mit jeweils 2 Stück. Burgerbrötchen, Soßen und Beilagen sind nicht in dieser Menge enthalten. Du kannst die Bratlinge in der Pfanne oder im Ofen zubereiten; mit der Pfanne lässt sich die Bräunung besonders gut steuern.
Rezept auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Ergibt | 6 Bratlinge; 3 Portionen zu je 2 |
| Vorbereitung | Ungefähr 20 Minuten |
| Kühlen | 20 Minuten |
| Braten | Ungefähr 12–16 Minuten pro Pfannenrunde |
| Gesamtdauer | Ungefähr 55–60 Minuten einschließlich Formen |
| Basis | 240 g abgetropfte gekochte Kichererbsen; 180 g gegarte Rote Bete |
| Bindung | 60 g Haferflocken und 1 Ei |
| Geräte | Reibe, Schüssel, Kartoffelstampfer, beschichtete Pfanne |
Zeiten dienen der Orientierung. Größere und dickere Bratlinge müssen länger garen. Wegen des Eis muss die Masse im Kern vollständig durchgegart sein. Als Orientierung für Eierspeisen nennt FoodSafety.gov 71 °C (160 °F). Wenn möglich, misst du in der dicksten Stelle mit einem geeigneten Thermometer; die rote Färbung der Bete sagt nichts über die sichere Garung aus. Siehe die offizielle Temperaturtabelle.
Zutaten für sechs Bratlinge
| Zutat | Menge | Vorbereitung |
|---|---|---|
| Gekochte Kichererbsen aus der Dose | 240 g abgetropft | Abspülen, abtropfen, trocken tupfen |
| Gegarte, nicht eingelegte Rote Bete | 180 g | Reiben, Flüssigkeit ausdrücken |
| Haferflocken | 60 g | Natur, ohne Zuckerzusatz |
| Zwiebel | 70 g | Sehr fein würfeln |
| Ei | 1 mittelgroßes, etwa 50 g essbarer Anteil | Verquirlen |
| Knoblauch | 6 g | Fein hacken |
| Glatte Petersilie | 15 g | Hacken |
| Zitronensaft | 10 ml | Frisch oder aus der Flasche |
| Gemahlener Kreuzkümmel | 2 g | Etwa 1 TL, je nach Mahlgrad |
| Edelsüßes Paprikapulver | 2 g | Etwa 1 TL |
| Oliven- oder Rapsöl | 15 g | Zum Braten, nicht in die rohe Masse |
| Schwarzer Pfeffer und Salz | Nach Geschmack | Salzgehalt der Kichererbsen beachten |
Die 240 g Kichererbsen sind das Abtropfgewicht. Eine Dose mit 400 g Gesamtfüllgewicht enthält nicht automatisch 400 g essbare Kichererbsen. Wiege die bereits gekochten Kichererbsen nach dem Abgießen. Verwende gekochte, abgekühlte Rote Bete ohne Essiglake, etwa aus einer vakuumierten Packung. Eingelegte Rote Bete enthält häufig zusätzliche Flüssigkeit und schmeckt deutlich säuerlicher.
Die Haferflocken sollen überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und nicht als geschmacksgebende Hauptzutat dominieren. Falls Gluten vermieden werden muss, sind ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnete Haferflocken und die Kontrolle aller übrigen Zutaten nötig. Da das Rezept ein Ei enthält, ist es vegetarisch, aber nicht vegan. Menschen mit einer Eiallergie sollten diese Variante nicht verwenden.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Gemüse trocknen – ungefähr 5 Minuten. Die Kichererbsen abgießen, abspülen und gründlich abtropfen lassen. 180 g gegarte Rote Bete raspeln. Portionsweise in einem sauberen Küchentuch ausdrücken, bis keine größere Flüssigkeitsmenge mehr tropft. Nicht so stark auspressen, dass die Raspel völlig trocken werden; es geht um freie Flüssigkeit.
- Aromaten vorbereiten – ungefähr 5 Minuten. 70 g Zwiebel sehr fein würfeln und 6 g Knoblauch hacken. Wer rohe Zwiebeln geschmacklich zu kräftig findet, kann sie vorher in einer beschichteten Pfanne mit einem kleinen Schluck Wasser 2–3 Minuten anschwitzen und dann etwas abkühlen lassen. Für das Grundrezept sind fein geschnittene Zwiebeln vorgesehen, die später vollständig mitgaren.
- Grob stampfen – ungefähr 4 Minuten. Die 240 g Kichererbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Einige kleine Stücke sollen erkennbar bleiben. Ausgedrückte Bete, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, jeweils 2 g Kreuzkümmel und Paprika, 10 ml Zitronensaft und das verquirlte Ei unterheben. Zum Schluss 60 g Haferflocken einarbeiten. Noch kein zusätzliches Wasser einrühren.
- Kalt stellen – 20 Minuten. Die Schüssel abdecken und in den Kühlschrank stellen. Die Flocken nehmen Flüssigkeit auf, und die Masse soll sich formen lassen, statt vom Löffel zu fließen. Eine kleine Probe zusammendrücken. Zerläuft sie noch, etwas mehr Feuchtigkeit aus der Masse entfernen oder Haferflocken in abgewogener Menge ergänzen. Zusätzliche Mengen verändern das ursprüngliche Rezept.
- Sechs Bratlinge formen – ungefähr 5 Minuten. Die Masse in sechs möglichst gleiche Teile aufteilen und zu Scheiben von etwa 1,5–2 cm Dicke formen. Vor dem Bratöl ergeben die Zutaten theoretisch ungefähr 620 g; wie viel tatsächlich übrig bleibt, hängt insbesondere von der ausgepressten Rote-Bete-Flüssigkeit ab. Gleiche Dicke ist wichtiger als ein behauptetes exaktes Gewicht pro Stück.
- Braten – 12–16 Minuten je Pfannenrunde. Einen Teil der insgesamt 15 g Öl in der mittelheißen beschichteten Pfanne verteilen. Die Bratlinge mit Abstand hineinlegen und etwa 6–8 Minuten je Seite garen. Erst wenden, wenn die Unterseite eine stabile Kruste hat. Wird die Außenseite zu dunkel, Hitze reduzieren. Ein Deckel hilft, den Kern zu erhitzen; zum Schluss ohne Deckel bräunen. Das Ei im Kern muss vollständig durchgegart sein, wofür die Temperaturmessung eine zuverlässigere Kontrolle darstellt.
- Kurz ruhen lassen – 2 Minuten. Die fertigen Bratlinge auf einen sauberen Teller legen und nicht sofort zusammendrücken. Pro Person 2 Bratlinge servieren. Teller und Besteck, die Kontakt zur rohen Eiermasse hatten, vorher reinigen.
Die Zeitangabe 12–16 Minuten gilt für eine Pfannenrunde, nicht für sechs Stück in einer kleinen Pfanne. Bei mehreren Durchgängen verlängert sich die Gesamtdauer. Wer alle sechs gleichzeitig garen möchte, kann die Ofenvariante verwenden.
Zubereitung im Backofen
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder ungefähr 180 °C Umluft vorheizen; die Angaben des eigenen Geräts beachten. Ein Blech mit Backpapier belegen, sechs Bratlinge mit Abstand darauflegen und mit den insgesamt 15 g Öl dünn bestreichen. Etwa 25–30 Minuten backen und nach der Hälfte vorsichtig wenden. Entscheidend sind eine stabile Oberfläche und die vollständige Garung des Eianteils im Kern, nicht allein die Minuten auf der Uhr. Der Backofen liefert oft weniger direkte Knusprigkeit als die Pfanne.
Die Bratlinge nicht übermäßig dick formen. Bei sehr dicken Stücken bräunt die Oberfläche möglicherweise schon, während der Kern noch nicht ausreichend erhitzt ist. Zusätzliches Öl ist möglich, müsste bei einer Nährwertberechnung aber als neue Zutat mitgezählt werden.
So halten die Burger zusammen
Die Masse ist zu nass: Meist wurde die Rote Bete nicht ausreichend ausgedrückt. Bereits gemischter Teig kann durch 10 g Haferflocken zusätzlich verbessert werden. Danach weitere 10 Minuten ruhen lassen und erneut prüfen. Mehrere große Löffel Mehl auf einmal machen das Ergebnis schnell trocken und verdecken nur das ursprüngliche Feuchtigkeitsproblem.
Die Masse ist bröselig: Gekochte Kichererbsen nicht zu grob lassen, aber auch nicht zu glattem Brei pürieren. Ein Teil sollte zerdrückt sein und zusammenkleben, ein Teil darf erkennbare Stücke behalten. Wenn wirklich nötig, 5 ml Wasser einrühren und die Konsistenz prüfen. Nur bei weiterhin trockener Masse noch einmal 5 ml ergänzen.
Bratlinge brechen beim Wenden: Warte auf eine geschlossene Kruste, benutze einen breiten Pfannenwender und arbeite bei mittlerer statt maximaler Hitze. Ständiges Bewegen verhindert gerade die Kruste, die später Stabilität gibt.
Außen braun, innen rot: Rote Bete färbt auch gut durchgegarte Bratlinge rot. Weder die Farbe noch das Bräunungsmuster ersetzen eine Kontrolle der Kerntemperatur. Gerade bei Eierspeisen ist das wichtig.
Anrichten und zwei passende andere Rezepte
Zwei Bratlinge passen auf einen Teller mit Blattsalat, Gurke und einem Joghurtdip mit Zitronensaft. In einem Burgerbrötchen ergänzen Tomate, Blattsalat und eine eher leichte Soße die herzhafte, leicht erdige Bete. Die Beilagen gehören aber nicht zu den sechs Bratlingen der Zutatenliste. Wer die Kosten oder Nährwerte eines kompletten Burgers erfassen möchte, rechnet sie getrennt.
Eine verwandte, aber eigenständige Idee sind Burger aus schwarzen Bohnen mit Haferflocken: Dort bilden schwarze Bohnen die Grundlage, nicht Kichererbsen und Rote Bete. Für gegarte Rote Bete, die nach diesem Rezept übrig bleibt, bietet Salat mit gerösteter Roter Bete und Feta eine andere Zubereitungsart. Beide Artikel sind eigenständige Rezepte und keine zusätzlichen Schritte dieser Burger.
Aufbewahren, einfrieren und aufwärmen
Gegarte Bratlinge innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Die britische Food Standards Agency empfiehlt, gekühlte Reste innerhalb von 48 Stunden zu essen oder rechtzeitig einzufrieren. Nur die benötigte Menge einmal vollständig durcherhitzen. Hinweise: Food Standards Agency. Flache, saubere Dosen helfen beim zügigen Abkühlen.
Zum Einfrieren die fertigen Bratlinge zunächst mit etwas Abstand auf einem Tablett vorfrieren und dann gut verschlossen umfüllen. Im Kühlschrank auftauen, nicht über längere Zeit auf der Arbeitsplatte. Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne mit Deckel oder ein Ofen; die Mikrowelle macht die Oberfläche häufig weicher. Lebensmittel, die zu lange ungekühlt standen, werden nicht allein durch erneutes Erhitzen wieder sicher.
Für eine spätere Nährwertberechnung die konkret verwendeten Produkte erfassen: 240 g gekochte Kichererbsen nach dem Abtropfen, 180 g gegarte Bete, 60 g trockene Haferflocken, ein Ei mit etwa 50 g essbarem Anteil, sowie Gemüse, Gewürze und tatsächlich verwendetes Öl. Die gesamte Rezeptsumme wird durch 6 Bratlinge oder 3 Portionen geteilt. Ohne konkrete Etiketten und Angaben zum in der Pfanne verbliebenen Öl wäre eine präzise Kalorien- oder Proteinzahl nicht seriös.
