Pilz-Graupen-Risotto verbindet den kräftigen Geschmack gebratener Champignons mit der angenehm bissfesten Konsistenz von Perlgraupen.

Anders als klassisches Risotto mit Arborio-Reis wird diese Variante mit Gerste zubereitet. Die Körner nehmen nach und nach Gemüsebrühe auf und bleiben dabei leicht kernig.

Das Ergebnis ist ein herzhaftes, cremiges Gericht, für das keine große Menge Sahne nötig ist.

Das Rezept ergibt vier Portionen und benötigt insgesamt etwa 55–65 Minuten.

Rezept im Überblick

Angabe Wert
Portionen 4
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 40–50 Minuten
Gesamtzeit 55–65 Minuten
Hauptzutat Perlgraupen
Geschmack Pilze, Knoblauch, Thymian und Hartkäse
Ernährungsform Vegetarisch mit geeignetem Hartkäse und Gemüsebrühe
Schwierigkeit Einfach bis mittel

Das Graupen-Risotto eignet sich als Hauptgericht oder als Beilage zu Gemüse und einer zusätzlichen Eiweißquelle.

Zutaten für vier Portionen

Zutat Menge
Perlgraupen, trocken 240 g
Frische Champignons oder andere Speisepilze 400 g
Zwiebel 150 g
Knoblauch 3 Zehen, etwa 12 g
Olivenöl 25 g
Ungesalzene Butter 15 g
Gemüsebrühe 1.000–1.200 ml
Parmesan oder vegetarischer Hartkäse 50 g
Frischer Thymian 4–5 Zweige oder 1 TL getrocknet
Zitronensaft 15 ml
Frische Petersilie 15 g
Schwarzer Pfeffer Nach Geschmack
Salz Nach Geschmack, abhängig von der Brühe

Braune Champignons eignen sich besonders gut, weil sie beim Anbraten ein kräftiges Aroma entwickeln.

Du kannst sie mit Austernpilzen oder Shiitake kombinieren.

Wichtig: Verwende für die angegebenen Garzeiten Perlgraupen. Weniger stark geschälte Gerste braucht häufig deutlich länger.

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Zutaten vorbereiten

Pilze putzen und in ungefähr 5–7 mm dicke Scheiben schneiden.

Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken und Petersilie vorbereiten.

Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen und warm halten.

Perlgraupen entsprechend den Packungshinweisen gegebenenfalls abspülen und gut abtropfen lassen.

2. Pilze kräftig anbraten

Etwa 15 g Olivenöl in einer großen Pfanne mit schwerem Boden erhitzen.

Die Pilze bei mittlerer bis hoher Hitze ungefähr 7–10 Minuten anbraten.

Bei Bedarf portionsweise arbeiten.

Zunächst geben die Pilze Wasser ab. Sobald dieses verdampft, können sie Farbe entwickeln.

Die gebräunten Pilze herausnehmen und beiseitestellen.

Eine zu volle Pfanne führt eher zum Dünsten als zum Braten.

3. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen

Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren.

Restliches Olivenöl und Butter in die Pfanne geben.

Zwiebel ungefähr 4–5 Minuten weich dünsten.

Knoblauch und Thymian hinzufügen und weitere 30–60 Sekunden erhitzen.

Der Knoblauch sollte nicht dunkel werden.

4. Graupen kurz anrösten

Die abgetropften Perlgraupen hinzufügen.

Etwa 1–2 Minuten umrühren, damit sich das Fett und die Gewürze gleichmäßig verteilen.

Graupen verhalten sich beim Garen anders als Risottoreis, profitieren aber ebenfalls von diesem Aromaschritt.

5. Mit Brühe köcheln lassen

Zunächst ungefähr 700 ml warme Gemüsebrühe angießen.

Kurz aufkochen und dann bei niedriger bis mittlerer Hitze sanft köcheln lassen.

Die Graupen etwa 30–40 Minuten garen und alle paar Minuten umrühren.

Nach und nach weitere warme Brühe hinzufügen, wenn die Flüssigkeit aufgenommen wird.

Anders als bei klassischem Risotto ist ständiges Rühren nicht erforderlich.

Die Graupen sollten weich sein, aber noch einen angenehmen Biss besitzen.

Die Garzeit kann je nach Produkt und Korngröße abweichen.

6. Pilze und Käse unterheben

Die angebratenen Pilze zurück in die Pfanne geben.

Geraspelten Hartkäse, Zitronensaft und den Großteil der Petersilie unterrühren.

Weitere 2–3 Minuten erhitzen.

Ist die Masse zu fest, etwas warme Brühe hinzufügen.

Ist sie zu flüssig, kurz weiterköcheln lassen.

Mit Pfeffer würzen und erst danach prüfen, ob zusätzliches Salz nötig ist.

Gemüsebrühe und Käse können bereits relativ viel Salz enthalten.

7. Sofort servieren

Das Graupen-Risotto auf vier Schalen verteilen.

Mit Petersilie und nach Wunsch etwas zusätzlichem Käse garnieren.

Die Konsistenz sollte cremig und leicht fließend sein, nicht trocken oder kompakt.

So wird Graupen-Risotto cremig

Die cremige Konsistenz entsteht durch mehrere Faktoren:

  • Langsames Aufnehmen der Gemüsebrühe.
  • Freigesetzte Stärke und lösliche Ballaststoffe.
  • Eine kleine Menge Butter.
  • Fein geriebenen Hartkäse.
  • Ausreichend Flüssigkeit beim Fertigstellen.

Gerste enthält Beta-Glucan, einen löslichen Ballaststoff. Der genaue Gehalt hängt von Sorte und Verarbeitung ab.

Im Unterschied zu Reisrisotto bleiben die Körner deutlich bissfester.

Für eine lockerere Konsistenz kurz vor dem Servieren zusätzlich 50–100 ml warme Brühe einrühren.

Wer es reichhaltiger mag, kann 5–10 g zusätzliche Butter für das gesamte Rezept verwenden. Dadurch steigt der Kaloriengehalt.

Geschätzte Nährwerte pro Portion

Die Angaben beziehen sich auf ein Viertel der gesamten Rezeptmenge und typische Nährwerte der Zutaten.

Je nach Käse, Gemüsebrühe und konkreten Produkten können die Werte abweichen.

Nährwert Ungefähr pro Portion
Kalorien 420–470 kcal
Eiweiß 15–19 g
Kohlenhydrate 56–65 g
Fett 14–18 g
Ballaststoffe 9–13 g

Es handelt sich um Schätzwerte, nicht um eine Laboranalyse.

Das Endgewicht verändert sich je nach Verdunstung und aufgenommener Brühe.

Für eine genauere Erfassung kannst du die Zutaten einzeln eingeben und das fertige Gericht in vier gleich große Portionen aufteilen.

Nährwertdaten findest du beispielsweise in USDA FoodData Central.

Graupen oder Risottoreis?

Eigenschaft Perlgraupen Arborio-Reis
Konsistenz Kernig, leicht bissfest Weicher, cremiger
Kochzeit Häufig 30–45 Minuten Häufig 18–25 Minuten
Ballaststoffe Meist mehr Meist weniger
Gluten Enthält Gluten Von Natur aus glutenfrei
Flüssigkeitsbedarf Abhängig von Verarbeitung Abhängig von Zubereitung
Geschmack Nussig und kräftig Mild

Graupen werden aus Gerste hergestellt und enthalten Gluten.

Für Menschen mit Zöliakie oder einer medizinisch notwendigen glutenfreien Ernährung sind sie nicht geeignet.

Ein glutenfreies Getreide benötigt möglicherweise andere Garzeiten und Flüssigkeitsmengen.

Zutaten austauschen

Pilze

Eine Mischung aus braunen Champignons und Shiitake liefert ein intensiveres Aroma.

Getrocknete Steinpilze können ebenfalls verwendet werden.

Diese vorher einweichen und die Einweichflüssigkeit durch ein feines Sieb geben, bevor sie zur Brühe kommt.

Käse

Für eine vegetarische Variante auf Hartkäse ohne tierisches Lab achten.

Traditioneller Parmesan wird üblicherweise mit tierischem Lab hergestellt und ist daher nicht für jede vegetarische Ernährung geeignet.

Für eine milchfreie Variante Butter und Käse weglassen, mehr Olivenöl verwenden und nach Wunsch etwas Hefeflocken hinzufügen.

Geschmack und Nährwerte verändern sich dadurch.

Brühe

Salzreduzierte Gemüsebrühe erleichtert die Kontrolle über die Würzung.

Pilzbrühe verstärkt das Pilzaroma.

Kräuter

Thymian harmoniert besonders gut mit Pilzen.

Rosmarin oder Salbei sind ebenfalls möglich, sollten aber sparsamer dosiert werden.

Zusätzliches Gemüse

Erbsen, Spinat oder fein geschnittener Grünkohl können gegen Ende der Garzeit untergerührt werden.

Wenn das Risotto nicht gelingt

Die Graupen sind noch hart

Weiterköcheln lassen und warme Brühe ergänzen.

Größere Körner oder eine niedrige Gartemperatur können die Garzeit verlängern.

Das Risotto ist zu trocken

Etwas warme Brühe einrühren.

Graupen nehmen auch nach dem Kochen Flüssigkeit auf.

Die Pilze sind wässrig

Pilze separat bei ausreichend hoher Temperatur anbraten.

Die Pfanne nicht überfüllen.

Der Geschmack ist zu mild

Würzung prüfen und etwas Zitronensaft ergänzen.

Gut gebräunte Pilze liefern außerdem mehr Röstaromen.

Das Gericht ist zu salzig

Beim nächsten Mal salzärmere Brühe verwenden.

Brühe und Käse können gemeinsam viel Salz beitragen.

Etwas Wasser kann die Salzkonzentration senken, verdünnt aber gleichzeitig den Geschmack.

Vorbereitung und Aufbewahrung

Graupen-Risotto lässt sich vorkochen, wird beim Abkühlen jedoch fester.

Für die Aufbewahrung:

  1. Das Gericht vollständig garen.
  2. Zügig in flachen Behältern abkühlen.
  3. Innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
  4. Bei höchstens 4 °C lagern.
  5. Beim Aufwärmen gründlich erhitzen und etwas Wasser oder Brühe ergänzen.

Als vorsichtige Orientierung sollten gekühlte Reste innerhalb von 3–4 Tagen verbraucht werden.

Für eine längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren.

Nach dem Auftauen kann die Konsistenz etwas weicher sein.

Gekochte Getreidegerichte nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Weitere Hinweise bietet der USDA-Leitfaden zur sicheren Aufbewahrung von Resten.

Was passt zu Pilz-Graupen-Risotto?

Das Gericht lässt sich mit einer einfachen Gemüsebeilage kombinieren.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Grüner Salat mit Zitronendressing.
  • Gerösteter Brokkoli.
  • Gedünstete grüne Bohnen.
  • Ofenkarotten.
  • Gebratener Tofu für zusätzliches pflanzliches Eiweiß.
  • Ein pochiertes Ei, sofern es zur Ernährungsweise passt.

Das Risotto enthält bereits eine größere Menge Getreide.

Zusätzliches Brot ist deshalb nicht unbedingt erforderlich, kann aber je nach Hunger und Energiebedarf sinnvoll sein.

Mengenplanung für zwei oder acht Personen

Für vier Portionen benötigst du vor allem 240 g trockene Graupen, 400 g Pilze und etwa 1–1,2 Liter Gemüsebrühe.

Für zwei Portionen kannst du alle Zutaten halbieren.

Für acht Portionen verdoppelst du die Mengen und verwendest eine entsprechend große Pfanne.

Die Brühe sollte trotzdem nach Konsistenz zugegeben werden, da größere Mengen nicht immer exakt gleich schnell Flüssigkeit aufnehmen.

Wer die Portionen möglichst genau abwiegen möchte, kann das fertige Gericht wiegen und durch die gewünschte Portionszahl teilen.

Quellen

Kurz zusammengefasst: Pilze separat kräftig anbraten, Perlgraupen langsam in Gemüsebrühe garen und das Gericht mit Käse, Kräutern und Zitrone abrunden. So entsteht ein cremiges Pilz-Risotto mit angenehm kerniger Konsistenz.