Rohe Nektarinen liefern laut USDA FoodData Central ungefähr 44 kcal je 100 g essbarer Frucht. Für eine mittelgroße Nektarine mit 142 g essbarem Anteil ergeben sich damit rund 62 kcal. Der harte Stein gehört nicht zum verzehrten Gewicht und darf beim genauen Erfassen nicht mitgezählt werden.
Nektarinen gehören zum Steinobst und sind eng mit Pfirsichen verwandt. Die glatte Schale und der süßliche Geschmack sagen jedoch wenig darüber aus, wie viele Kalorien eine einzelne Frucht genau hat. Wesentlich sind die tatsächlich gegessene Menge und mögliche Zusätze.
Nährwerte von Nektarinen je 100 g
Grundlage ist der USDA-SR-Legacy-Datensatz Nectarines, raw mit der FDC-ID 169914. Die Angaben beziehen sich auf das rohe Fruchtfleisch samt essbarer Schale, aber ohne Stein. Sie beschreiben keine gesüßten Konserven und keine zubereiteten Nachspeisen.
| Nährwert | Je 100 g rohe essbare Nektarine |
|---|---|
| Kalorien | 44 kcal |
| Eiweiß | 1,06 g |
| Gesamtkohlenhydrate (USDA) | 10,60 g |
| Natürlich vorkommender Zucker | 7,89 g |
| Ballaststoffe | 1,70 g |
| Fett | 0,32 g |
| Wasser | 87,60 g |
| Kalium | 201 mg |
| Vitamin C | 5,4 mg |
Quelle: USDA FoodData Central – Nectarines, raw, FDC 169914.
Diese Referenzwerte sind Durchschnittswerte. Sorte, Reifegrad, Anbaubedingungen und Lagerung beeinflussen die Zusammensetzung einzelner Früchte. Wichtig bei internationalen Vergleichen: Die USDA-Angabe „total carbohydrate“ umfasst auch Ballaststoffe, während europäische Nährwertkennzeichnungen verwertbare Kohlenhydrate normalerweise getrennt davon ausweisen.
Kalorien einer kleinen, mittleren und großen Nektarine
Die USDA-Daten enthalten auch gebräuchliche Portionsgewichte. Diese beziehen sich auf den essbaren Anteil und sind keine verbindlichen Größenangaben für jede Supermarktfrucht.
| Essbare Portion | Kalorien | Natürlicher Zucker | Ballaststoffe |
|---|---|---|---|
| 50 g | 22 kcal | 3,9 g | 0,9 g |
| 100 g | 44 kcal | 7,9 g | 1,7 g |
| Klein, 129 g | 57 kcal | 10,2 g | 2,2 g |
| Mittel, 142 g | 62 kcal | 11,2 g | 2,4 g |
| Eine Tasse Scheiben, 143 g | 63 kcal | 11,3 g | 2,4 g |
| Groß, 156 g | 69 kcal | 12,3 g | 2,7 g |
| 200 g | 88 kcal | 15,8 g | 3,4 g |
Alle Angaben wurden aus 44 kcal, 7,89 g Zucker und 1,70 g Ballaststoffen pro 100 g berechnet und gerundet. Die Gewichte der typischen Obstportionen stammen aus derselben USDA-Referenz.
Die einfache Formel lautet: Kalorien = essbare Gramm × 0,44. Werden beispielsweise 175 g Fruchtfleisch und Schale gegessen, entspricht das ungefähr 77 kcal. Warum eine tatsächlich gegessene Menge nicht zwangsläufig der Referenzportion entspricht, erklärt unser Artikel Portionsgröße und Serviergröße.
Den Stein beim Wiegen abziehen
Die Schale der Nektarine ist normalerweise essbar, der innere harte Stein dagegen nicht. Wer die ganze Frucht wiegt und das Gesamtgewicht als essbaren Anteil einträgt, überschätzt deshalb möglicherweise die gegessene Menge.
Am einfachsten lässt sich der Stein vor dem Wiegen entfernen. Alternativ kann man die ganze Frucht wiegen und nach dem Essen den Stein und nicht verzehrte Reste abziehen. Ein pauschaler Prozentsatz für Abfall funktioniert nicht zuverlässig bei jeder Sorte und Fruchtgröße.
Beispiel: Eine Nektarine wiegt vollständig 180 g. Der Stein und weggeworfene Stellen wiegen zusammen 18 g. Es bleiben 162 g essbarer Anteil. Das ergibt ungefähr 71 kcal (162 × 0,44 = 71,28). Das ist eine Beispielrechnung und keine Aussage über den durchschnittlichen Abfallanteil jeder Nektarine.
Wenn das Gewicht nicht bekannt ist, kann eine Portionsschätzung genügen. Für ein genaueres Ernährungstagebuch ist die Grammangabe aber vorzuziehen.
Gelbfleischige und weißfleischige Nektarinen
Weiße und gelbe Sorten können sich in Aroma, Säure und subjektiver Süße unterscheiden. Daraus folgt jedoch nicht automatisch ein eindeutiger Kalorienunterschied. Auch Reifegrad und Wassergehalt beeinflussen die tatsächliche Zusammensetzung.
Die Angabe von 44 kcal pro 100 g ist eine brauchbare allgemeine Referenz, aber keine Laboranalyse für jede einzelne Nektarinensorte. Eine besonders süß schmeckende Frucht muss daher nicht zwangsläufig wesentlich kalorienreicher sein.
Wer eine konkrete abgepackte Verarbeitung verwendet, sollte die entsprechenden Nährwerte auf dem Produkt berücksichtigen. Für gewöhnliche frische Nektarinen ist das Gewicht der essbaren Portion oft aussagekräftiger als die Farbe des Fruchtfleisches.
Nektarine und Pfirsich: Wo liegt der Unterschied?
Nektarinen sind botanisch eng mit Pfirsichen verwandt. Im Alltag fällt besonders ihre glatte Schale auf, während klassische Pfirsiche eine feine Behaarung besitzen. Dennoch sollten die Lebensmittel in einer Nährwertdatenbank nicht ungeprüft zu einem einzigen Eintrag zusammengefasst werden.
Geschmack, Fruchtsäure und Festigkeit unterscheiden sich von Sorte zu Sorte. Kleine Unterschiede zwischen durchschnittlichen Nährwerttabellen sind oft weniger entscheidend als die Portionsmenge. Für einen Pfirsich ist deshalb die separate Mealisa-Seite zu Kalorien und Portionsgrößen von Pfirsichen die passende Anlaufstelle.
Bei der Nektarine geht es in diesem Artikel um den essbaren Rohanteil, haushaltsübliche Stückgewichte und typische Zubereitungen. Für jede Farbvariante wäre eine eigene Unterseite ohne klar getrennten Suchintent nicht sinnvoll.
Rohe, gegrillte und gebackene Nektarinen
Frische Nektarinen werden häufig ohne weitere Zutaten gegessen. Beim Grillen oder Backen wird das Fruchtfleisch weicher; es kann Wasser verlieren. Dadurch verändert sich die Nährstoffkonzentration je 100 g des fertigen Produkts, obwohl die ursprüngliche Energie der verwendeten Frucht nicht einfach verschwindet.
Für selbst zubereitete Gerichte empfiehlt sich eine Rezeptrechnung mit den Rohzutaten. Zucker, Butter, Honig, Speiseöl, Streusel und Gebäck liefern zusätzliche Energie.
Beispiel: Ein Dessert enthält 300 g essbare rohe Nektarine, 10 g Zucker und 15 g Butter. Die Frucht liefert rund 132 kcal, der Zucker etwa 40 kcal. Bei einer rechnerischen Annahme von 7,2 kcal je Gramm Butter kommen 108 kcal hinzu. Das gesamte Dessert liefert damit ungefähr 280 kcal, ohne weitere Zutaten. Auf vier gleich große Portionen verteilt sind es 70 kcal je Portion.
Diese Rechnung ist kein pauschaler Wert für gebackene Nektarinen. Sie dient dazu, die Rolle der Zutaten sichtbar zu machen. Bleibt ein Teil der Butter auf der Form zurück, kann die tatsächlich gegessene Energiemenge niedriger ausfallen.
Nektarinen aus der Dose und in Sirup
Konservierte Nektarinen können in Wasser, Fruchtsaft oder gesüßtem Sirup liegen. Je nach Rezeptur können deshalb unterschiedliche Kalorienwerte entstehen. Den Wert einer rohen Nektarine sollte man nicht automatisch auf jede Konserve übertragen.
Achte auf die Nährwertangaben je 100 g und darauf, ob sie für die abgetropften Früchte oder für den gesamten Inhalt gelten. Wer den Sirup mitverwendet, muss diese Menge ebenfalls berücksichtigen. „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht, dass in der Frucht kein natürlicher Zucker enthalten ist.
Bei Nektarinensaft, Smoothies oder industriellen Desserts sind die Werte der jeweiligen Rezeptur relevant. Gesiebte Getränke können außerdem weniger Ballaststoffe liefern als ganze Früchte.
Kohlenhydrate, Zucker und Ballaststoffe
Der USDA-Datensatz nennt 10,60 g Gesamtkohlenhydrate, 7,89 g natürlich vorkommenden Zucker und 1,70 g Ballaststoffe je 100 g Rohware. Beim Vergleich mit europäischen Verpackungsangaben ist die unterschiedliche Kohlenhydratdefinition zu beachten.
Natürlich enthaltener Fruchtzucker und zugefügter Haushaltszucker sind bei der Beurteilung eines Lebensmittels nicht dasselbe. Dennoch muss auch die Menge der Frucht berücksichtigt werden, wenn die gesamte Kohlenhydrataufnahme erfasst werden soll.
Menschen, die ihre Kohlenhydrate wegen einer Erkrankung genau berechnen müssen, sollten die für ihren Behandlungsplan geltende Zählweise verwenden. Eine Nektarine ersetzt zudem keine vollwertige Mahlzeit und enthält nur wenig Eiweiß.
Als Snack lässt sich die Frucht beispielsweise mit Naturjoghurt kombinieren. Diese Kombination liefert zusätzliche Nährstoffe, aber auch zusätzliche Kalorien, die in der Aufzeichnung nicht fehlen dürfen.
Beispiel Obstsalat mit Nektarine
Bei einem Obstsalat aus 150 g Nektarine und 100 g Trauben liefern die Nektarinen ungefähr 66 kcal. Die Trauben kommen mit ihren eigenen Nährwerten hinzu. Nüsse, Joghurt oder Honig werden getrennt eingerechnet.
Die bereits veröffentlichte Mealisa-Seite zu Kalorien in Weintrauben bietet die passenden Traubenwerte. Für eine Variante mit Apfel verwendet man die dortigen Angaben und das tatsächliche Apfelgewicht, statt allen Obstsorten einen einheitlichen Wert zuzuordnen.
Für die gesamte Portion werden die Kalorien aller essbaren Zutaten addiert. Wird die Schüssel auf mehrere Personen aufgeteilt, sind die tatsächlich gegessenen Mengen maßgeblich. Ein pauschaler Datenbankeintrag für Obstsalat kann Rezeptunterschiede verdecken.
Einkaufen, Lagern und richtig dokumentieren
Feste Nektarinen lassen sich gut in Scheiben schneiden, weichere reife Früchte eignen sich auch für Joghurt oder ein Dessert. Die Lagerung verändert vor allem Reife, Konsistenz und Aroma. Einen frei erfundenen Kalorienaufschlag wegen der Reife sollte man im Ernährungstagebuch nicht verwenden.
Eine präzise Beschreibung lautet beispielsweise „Nektarine roh, Schale mitgegessen, Stein entfernt, 142 g essbar“. Für Konserven gelten die produktspezifischen Angaben.
Als Orientierung bleiben 44 kcal je 100 g rohe essbare Nektarine beziehungsweise rund 62 kcal für das USDA-Referenzgewicht einer mittelgroßen Frucht.
Quelle und Berechnungsgrundlage
USDA FoodData Central: Nectarines, raw – FDC 169914. Die Portionstabellen wurden aus den Referenzdaten berechnet und sind keine Messwerte jeder einzelnen Nektarine.
