Seelachs ist ein magerer Speisefisch, der viel Eiweiß und vergleichsweise wenig Fett liefert.

Im Handel findest du ihn als frisches oder tiefgekühltes Filet, aber auch paniert, gewürzt oder als Bestandteil verarbeiteter Fischprodukte.

Für die Kalorienberechnung ist entscheidend, ob du reinen Fisch oder ein zubereitetes Produkt mit Panade, Öl und Sauce isst.

Ein naturbelassenes Filet enthält relativ wenige Kalorien. Eine panierte und frittierte Portion kann dagegen deutlich energiereicher sein.

Wie viele Kalorien hat Seelachs?

Für rohen Alaska-Seelachs kannst du als groben Richtwert etwa 80–95 kcal pro 100 g essbaren Fisch ansetzen.

Gegarter Seelachs enthält pro 100 g häufig mehr Kalorien, weil beim Garen Wasser verloren geht.

Die Nährstoffe verteilen sich dadurch auf ein geringeres Gewicht.

Zubereitung Kalorien pro 100 g Eiweiß pro 100 g
Alaska-Seelachs, roh Ca. 80–95 kcal Ca. 17–20 g
Seelachs, natur gegart Ca. 95–120 kcal Ca. 20–25 g
Paniertes Seelachsfilet Häufig 170–250 kcal Produktabhängig
In Öl gebratener Seelachs Abhängig von der Ölmenge Abhängig von der Zubereitung

Diese Werte sind ungefähre Orientierungsbereiche.

Die Angaben auf der Verpackung sind für ein konkretes Produkt meist die bessere Grundlage.

Seelachs-Kalorien nach Portionsgröße

Je nach Gericht kann eine Portion 100 g, 150 g, 200 g oder mehr wiegen.

Die folgende Tabelle verwendet einen beispielhaften Wert von 85 kcal pro 100 g rohem Alaska-Seelachs.

Rohe essbare Portion Geschätzte Kalorien
75 g 64 kcal
100 g 85 kcal
125 g 106 kcal
150 g 128 kcal
175 g 149 kcal
200 g 170 kcal
250 g 213 kcal

Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Fisch.

Öl, Butter, Mehl, Panade und Saucen sind nicht enthalten.

Wenn du den Fisch erst nach dem Garen wiegst, solltest du einen passenden Nährwerteintrag für gegarten Seelachs verwenden.

Beispiel: 150 g rohes Filet

Ein Filet mit 150 g Rohgewicht und 85 kcal pro 100 g liefert ungefähr 128 kcal.

Wenn du es ohne zusätzliches Fett im Ofen garst, bleibt die gesamte Energiemenge des Fischstücks ungefähr gleich.

Das Gewicht kann durch Wasserverlust jedoch sinken.

Verwendest du zusätzlich 10 g Olivenöl und isst diese Menge vollständig mit, kommen etwa 90 kcal hinzu.

Zusammen ergibt das ungefähr 218 kcal, noch ohne Beilagen.

Nährwerte von Seelachs

Seelachs ist vor allem wegen seines hohen Eiweißgehalts und geringen Fettanteils interessant.

Ein typisches Nährwertprofil für 100 g rohen Alaska-Seelachs sieht ungefähr so aus:

Nährstoff Ungefähre Menge
Energie 80–95 kcal
Eiweiß 17–20 g
Fett 0,5–1,5 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Die tatsächlichen Werte hängen von Fischart, Verarbeitung, Wassergehalt und Datenquelle ab.

Seelachs liefert außerdem verschiedene Mikronährstoffe, darunter Vitamin B12, Selen und Phosphor.

Wenn du einzelne Vitamine oder Mineralstoffe genau erfassen möchtest, solltest du eine geeignete Nährwertdatenbank oder konkrete Produktangaben verwenden.

Ist Seelachs eiweißreich?

Ja.

Gemessen an seinem Kaloriengehalt liefert Seelachs viel Protein.

Bei angenommenen 18 g Eiweiß pro 100 g enthält eine rohe Portion von 150 g ungefähr 27 g Eiweiß.

Eine Portion von 200 g liefert bei derselben Berechnungsgrundlage etwa 36 g.

Die Zahlen sind praktische Schätzwerte.

Ist Seelachs fettarm?

Naturbelassener Seelachs gehört zu den mageren Fischarten.

Er enthält normalerweise deutlich weniger Fett als beispielsweise Lachs oder Makrele.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Gericht mit Seelachs fettarm ist.

Panade, Frittieröl, Butter und Sahnesaucen können den Fett- und Kaloriengehalt erheblich erhöhen.

Alaska-Seelachs und Köhler unterscheiden

Im deutschen Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Seelachs nicht immer eindeutig.

Alaska-Seelachs gehört zur Familie der Dorsche und wird häufig für tiefgekühlte Filets sowie verarbeitete Fischprodukte verwendet.

Der ebenfalls als Seelachs bezeichnete Köhler ist eine andere Fischart.

Die Nährwerte sind nicht zwingend identisch.

Achte deshalb auf:

  1. Die genaue Fischbezeichnung auf der Verpackung.
  2. Den Zustand: roh oder gegart.
  3. Die Bezugsgröße der Nährwerte.
  4. Zusätzliche Zutaten wie Öl oder Panade.

Ein allgemeiner Datenbankeintrag für Seelachs muss nicht zu jedem Produkt passen.

Roh oder gegart: Warum unterscheiden sich die Kalorien?

Beim Garen verliert Fisch Wasser.

Dadurch kann die Kalorienmenge pro 100 g steigen, obwohl du dem Fisch keine Energie hinzugefügt hast.

Stell dir ein rohes Filet mit 200 g vor.

Nach dem Backen wiegt es möglicherweise weniger.

Das bedeutet nicht, dass es durch die Hitze zusätzliche Kalorien erhalten hat.

Vielmehr ist ein Teil des Wassers verdampft.

Rechenbeispiel

Angenommen, ein rohes Filet mit 200 g enthält ungefähr 170 kcal.

Nach dem Garen ohne zusätzliches Fett wiegt es nur noch 160 g.

Dann befinden sich die ungefähr 170 kcal in 160 g gegartem Fisch.

Das entspricht rund 106 kcal pro 100 g.

Dieses Beispiel veranschaulicht den Effekt.

Wie viel Wasser tatsächlich verloren geht, hängt von Temperatur, Garzeit und Zubereitung ab.

So erfasst du Seelachs richtig

Wiege den Fisch roh und verwende einen Eintrag für rohen Seelachs.

Oder wiege ihn nach dem Garen und nutze einen passenden Eintrag für gegarten Fisch.

Ein gegartes Gewicht einfach mit den Rohwerten zu berechnen, kann zu Abweichungen führen.

Welche Zubereitung hat die wenigsten Kalorien?

Der Fisch selbst ist mager.

Entscheidend ist häufig, was du bei der Zubereitung hinzufügst.

Zubereitung Wichtig für die Kalorien
Dämpfen Meist kaum zusätzliches Fett
Pochieren Zusätze in der Flüssigkeit beachten
Backen Öl, Butter und Sauce berücksichtigen
Heißluftfritteuse Panade und Öl zählen weiterhin
Braten in der Pfanne Aufgenommenes Bratfett berücksichtigen
Frittieren Panade und Öl können die Kalorien stark erhöhen

Die Zubereitungsart allein sagt nicht alles aus.

Ein Ofenfilet mit reichlich Butter kann mehr Kalorien enthalten als ein kurz in wenig Öl gebratenes Stück.

Seelachs aus dem Ofen

Lege das Filet mit Zitronensaft, Pfeffer und Kräutern in eine Auflaufform.

Wenn du kein energielieferndes Fett hinzufügst, verändert sich die gesamte Kalorienmenge des Fischs nur wenig.

Durch den Wasserverlust kann das Gewicht dennoch sinken.

Seelachs aus der Pfanne

10 g Öl enthalten ungefähr 90 kcal.

Nicht zwingend die gesamte Menge gelangt in den fertigen Fisch.

Ein Teil kann in der Pfanne bleiben.

Für eine möglichst genaue Erfassung solltest du die tatsächlich verzehrte Fettmenge abschätzen.

Gehe nicht automatisch davon aus, dass kein Öl aufgenommen wurde.

Panierter Seelachs

Paniermehl, Mehl, Backteig und Öl erhöhen die Energiedichte.

Deshalb kann paniertes Seelachsfilet pro 100 g wesentlich mehr Kalorien enthalten als naturbelassener Fisch.

Die genauen Werte hängen vom Fischanteil, der Panade und dem Fettgehalt ab.

Nutze möglichst die Nährwerttabelle des Produkts.

Frischer und tiefgekühlter Seelachs

Naturbelassener tiefgekühlter Seelachs kann ähnliche Nährwerte wie frischer Fisch besitzen.

Das Einfrieren selbst fügt keine Kalorien hinzu.

Manche Tiefkühlprodukte enthalten allerdings eine Eisglasur, zugesetztes Wasser, Salz oder weitere Zutaten.

Je nach Produkt und Kennzeichnung kann die Glasur bei der Gewichtsangabe eine Rolle spielen.

Für die Berechnung ist die tatsächlich essbare Fischmenge entscheidend.

Tiefgekühlte Fischstäbchen oder panierte Filets sind eigenständige Produkte.

Sie sollten nicht als reiner Seelachs eingetragen werden.

Seelachs im Vergleich mit anderen Fischarten

Fisch Typische Eigenschaft
Seelachs Magerer, eiweißreicher Weißfisch
Kabeljau Mager und proteinreich
Schellfisch Magerer Fisch mit ähnlichen Verwendungsmöglichkeiten
Lachs Meist deutlich fettreicher
Makrele Fettiger Fisch mit höherem Energiegehalt
Thunfisch in Wasser Eiweißreich, Werte abhängig von Produkt und Art

Für einen fairen Vergleich solltest du immer dieselbe Grundlage verwenden.

Beispielsweise 100 g rohen, essbaren Fisch ohne zusätzliche Zutaten.

Unterschiede zwischen Roh- und Garwerten können sonst das Ergebnis verzerren.

Wie viele Kalorien hat eine komplette Seelachs-Mahlzeit?

Seelachs wird häufig mit Kartoffeln, Reis, Gemüse oder Sauce serviert.

Die Beilagen können mehr Energie liefern als der Fisch selbst.

Hier ein beispielhafter Teller:

Bestandteil Menge Geschätzte Kalorien
Seelachsfilet, roh gewogen 180 g 153 kcal
Salzkartoffeln 250 g 190 kcal
Gedünstetes Gemüse 200 g 70 kcal
Olivenöl 10 g 90 kcal
Gesamt — Ca. 503 kcal

Die Werte hängen von den tatsächlichen Produkten und der Zubereitung ab.

Mit Sahnesauce, Butter oder Panade kann dieselbe Mahlzeit deutlich mehr Kalorien enthalten.

Wenn du dein Essen dokumentierst, solltest du deshalb nicht nur den Fisch zählen.

Ist Seelachs zum Abnehmen geeignet?

Seelachs kann gut in eine kalorienbewusste Ernährung passen.

Er liefert viel Eiweiß bei relativ geringem Fettgehalt.

Protein kann zur Sättigung beitragen und dabei helfen, Mahlzeiten ausgewogen zusammenzustellen.

Allerdings führt kein einzelnes Lebensmittel automatisch zu einer Gewichtsabnahme.

Entscheidend sind langfristig unter anderem die gesamte Energieaufnahme, der Energieverbrauch und persönliche Faktoren.

Eine ausgewogene Mahlzeit kann aus folgenden Bestandteilen bestehen:

  • Einer Portion Seelachs.
  • Kartoffeln, Reis oder einer anderen Kohlenhydratquelle.
  • Gemüse.
  • Einer angemessenen Menge Öl oder einer anderen Fettquelle.

Du musst Kohlenhydrate nicht vermeiden, nur weil der Fisch selbst praktisch keine enthält.

Wichtiger ist die gesamte Mahlzeit.

Enthält Seelachs Omega-3-Fettsäuren?

Seelachs enthält gewisse Mengen an Omega-3-Fettsäuren.

Als magerer Fisch besitzt er jedoch normalerweise deutlich weniger Fett als Lachs, Sardinen oder Makrele.

Deshalb solltest du Seelachs hinsichtlich der Omega-3-Zufuhr nicht automatisch mit fettreichen Fischarten gleichsetzen.

Wenn dir Omega-3 besonders wichtig ist, betrachte die gesamte Lebensmittelauswahl.

Die genauen Gehalte hängen von Fischart und Nährwertquelle ab.

Quecksilber und Fischverzehr

Alaska-Seelachs gehört in den offiziellen US-Empfehlungen üblicherweise zu den Fischarten mit vergleichsweise geringer Quecksilberbelastung.

Trotzdem sollten bestimmte Personengruppen die Empfehlungen ihrer nationalen Behörden beachten.

Das gilt insbesondere für Schwangere, Menschen mit Kinderwunsch, Stillende und Kinder.

Die FDA und EPA geben Empfehlungen zur Auswahl von Fischarten.

Bei einer Fischallergie ist Seelachs nicht geeignet.

Welche Portionsgröße ist sinnvoll?

Eine allgemeingültige Portionsgröße gibt es nicht.

Wenn der Fisch zusammen mit anderen Eiweißquellen serviert wird, kann eine kleinere Portion ausreichen.

Ist er die wichtigste Proteinquelle, kann eine größere Portion sinnvoll sein.

Als Rechenbeispiel mit 85 kcal und 18 g Eiweiß pro 100 g:

  • 100 g roher Seelachs: ungefähr 85 kcal und 18 g Eiweiß.
  • 150 g roher Seelachs: ungefähr 128 kcal und 27 g Eiweiß.
  • 200 g roher Seelachs: ungefähr 170 kcal und 36 g Eiweiß.

Die tatsächlichen Werte deines Produkts können abweichen.

Häufige Fehler beim Kalorienzählen

Panierten Fisch als naturbelassen erfassen

Panierte Produkte enthalten zusätzliche Zutaten.

Verwende einen passenden Produkteintrag.

Rohgewicht und Gargewicht verwechseln

Wasserverlust verändert die Kalorien pro 100 g.

Der Nährwerteintrag muss zum gewogenen Zustand passen.

Bratöl vergessen

Schon eine kleine Menge Öl kann die Kalorien deutlich erhöhen.

Berücksichtige das verzehrte Bratfett.

Eisglasur mit Fischgewicht verwechseln

Die Eisschicht eines Tiefkühlprodukts ist kein essbarer Fisch.

Prüfe die Gewichts- und Kennzeichnungsangaben.

Alle Seelachsarten gleich behandeln

Unterschiedliche Fischarten und Verarbeitungsweisen können unterschiedliche Nährwerte haben.

Produktangaben sind deshalb besonders hilfreich.

Seelachs im Ernährungstagebuch richtig eintragen

Gehe möglichst systematisch vor:

  1. Prüfe, ob der Fisch naturbelassen, gewürzt, paniert oder fertig zubereitet ist.
  2. Achte darauf, ob die Nährwerte für rohen, gefrorenen oder gegarten Fisch gelten.
  3. Wiege die essbare Portion.
  4. Wähle einen passenden Lebensmitteleintrag.
  5. Ergänze Öl, Panade, Sauce und Beilagen.
  6. Verwende die gleiche Berechnungsmethode bei vergleichbaren Mahlzeiten.

Wenn du mehrere Filets gemeinsam zubereitest, kannst du die gesamte rohe Fischmenge erfassen und anschließend auf die Portionen verteilen.

Das ist häufig zuverlässiger als das nachträgliche Schätzen einzelner gegarter Stücke.

Quellen