Brokkoli ist ein kalorienarmes Gemüse mit hohem Wasseranteil, Ballaststoffen und verschiedenen Mikronährstoffen.

Als praktischer Referenzwert für rohen Brokkoli können ungefähr 34 kcal pro 100 g verwendet werden.

Selbst relativ große Portionen liefern daher meist nur eine moderate Energiemenge – solange nicht größere Mengen Öl, Käse oder Sauce hinzukommen.

Brokkoli-Kalorien im Überblick

Bei ungefähr 34 kcal pro 100 g rohem Brokkoli:

Brokkoli Ca. Kalorien
50 g 17 kcal
75 g 26 kcal
100 g 34 kcal
150 g 51 kcal
200 g 68 kcal
250 g 85 kcal
300 g 102 kcal

Die Werte sind Näherungen. Sorte, Datenbank und Zubereitung können zu leichten Unterschieden führen.

Kalorien aus dem Gewicht berechnen

Wenn dein Nährwerteintrag 34 kcal pro 100 g angibt:

Kalorien = Gewicht in Gramm × 34 ÷ 100

Für 180 g:

180 × 34 ÷ 100 = 61,2 kcal

180 g roher Brokkoli enthalten nach diesem Referenzwert also ungefähr 61 kcal.

Diese Methode ist meist zuverlässiger als das Zählen einzelner Röschen.

Nährwerte von Brokkoli pro 100 g

Typische Werte für 100 g rohen Brokkoli sind ungefähr:

Nährstoff Ca. Menge
Energie 34 kcal
Protein 2,8 g
Kohlenhydrate 6,6 g
Ballaststoffe 2,6 g
Fett 0,4 g

Brokkoli liefert außerdem unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Folat und Kalium.

Die genauen Werte unterscheiden sich etwas zwischen Datenbanken und einzelnen Lebensmitteln.

Warum ist Brokkoli kalorienarm?

Brokkoli besteht zu einem großen Teil aus Wasser und enthält nur wenig Fett.

Dadurch besitzt er eine niedrige Energiedichte im Vergleich zu Lebensmitteln wie:

  • Öl;
  • Nüssen;
  • Käse;
  • vielen Snacks;
  • manchen Saucen.

Eine große Menge Brokkoli kann deshalb relativ wenige Kalorien enthalten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Brokkoli „negative Kalorien“ besitzt. Auch Brokkoli liefert Energie.

Wie sehen 100 g Brokkoli aus?

Das lässt sich visuell nur grob beantworten.

Brokkoliröschen haben unterschiedliche Größen und Formen.

Deshalb können Angaben wie:

  • eine Handvoll;
  • fünf Röschen;
  • eine Schüssel;
  • ein halber Brokkolikopf

nur als Näherungen dienen.

Wenn Genauigkeit wichtig ist, sind Gramm zuverlässiger.

Wie viele Kalorien haben 200 g Brokkoli?

Bei 34 kcal pro 100 g:

200 × 34 ÷ 100 = 68 kcal

200 g roher Brokkoli enthalten damit ungefähr 68 kcal, bevor weitere Zutaten hinzukommen.

Wird der Brokkoli beispielsweise mit Öl geröstet, müssen die Kalorien des Öls zusätzlich berücksichtigt werden.

Roher vs. gegarter Brokkoli

Durch das Garen kann sich das Gewicht verändern, vor allem durch Aufnahme oder Verlust von Wasser.

Deshalb können sich die Kalorien pro 100 g zwischen rohen und gegarten Datenbankeinträgen unterscheiden, obwohl keine energiereiche Zutat hinzugefügt wurde.

Die wichtigste Regel lautet:

Verwende einen Nährwerteintrag, der zum Zustand beim Wiegen passt.

Wiegt der Brokkoli roh, nutze einen Eintrag für rohen Brokkoli.

Wiegt er gegart, verwende möglichst einen passenden gegarten Eintrag.

Eine ausführlichere Erklärung findest du unter Rohes vs. gegartes Gewicht: Kalorien richtig tracken.

Gedämpfter Brokkoli

Beim Dämpfen muss kein Fett hinzugefügt werden.

Der Brokkoli selbst bleibt daher ein relativ kalorienarmes Lebensmittel.

Das Endgewicht kann sich jedoch vom Rohgewicht unterscheiden.

Wenn du nach dem Dämpfen wiegst, verwende möglichst einen passenden Eintrag für gedämpften oder gegarten Brokkoli.

Wenn du die rohe Menge vor dem Garen gewogen hast, kannst du stattdessen diese Rohmenge erfassen.

Gekochter Brokkoli

Beim Kochen kann sich der Wassergehalt verändern.

Wenn du beispielsweise 250 g rohen Brokkoli kochst und anschließend die gesamte Menge isst, kannst du einfach die ursprünglichen 250 g roh erfassen.

Wenn du nur einen Teil der gegarten Menge isst, kann die Berechnung über das gegarte Gewicht oder über ein Rezept praktischer sein.

Brokkoli aus dem Ofen

Gerösteter Brokkoli kann als fertiges Gericht deutlich energiereicher werden, weil häufig Öl verwendet wird.

Beispiel:

  • 300 g Brokkoli;
  • 15 g Olivenöl.

Brokkoli:

300 × 34 ÷ 100 = 102 kcal

Das Öl wird anschließend separat anhand seines Nährwerts hinzugefügt.

Das gesamte Gericht enthält also mehr als 102 kcal.

Brokkoli aus der Heißluftfritteuse

Eine Heißluftfritteuse macht Brokkoli weder automatisch kalorienfrei noch kalorienreich.

Entscheidend ist, was hinzugefügt wird.

Brokkoli ohne energiereiche Zusätze bleibt ungefähr bei der Energie des Gemüses selbst, wobei sich das Gewicht durch Wasserverlust verändern kann.

Öl, Käse und Saucen müssen zusätzlich erfasst werden.

Brokkoli mit Käsesauce

Brokkoli selbst kann relativ wenige Kalorien liefern, während die Sauce die Gesamtmenge deutlich verändert.

Käsesauce kann beispielsweise enthalten:

  • Käse;
  • Milch;
  • Sahne;
  • Butter;
  • Mehl.

Wenn möglich, erfasse Brokkoli und Sauce getrennt.

Dasselbe gilt für cremige Dips und Aufläufe.

Brokkoli mit Butter oder Öl

Kleine Mengen zusätzlicher Zutaten können mehr Kalorien liefern als das Gemüse selbst.

Eine große Portion Brokkoli kann beispielsweise weniger Energie enthalten als das Öl, das zum Braten oder Würzen verwendet wurde.

Das ist kein Grund, Fett zu vermeiden.

Wenn Genauigkeit wichtig ist, sollten zugesetzte Fette lediglich separat erfasst werden.

Tiefgekühlter vs. frischer Brokkoli

Naturbelassener Tiefkühlbrokkoli und frischer Brokkoli sind für die alltägliche Planung vergleichbar, die konkreten Produktwerte können jedoch etwas variieren.

Tiefkühlprodukte können außerdem enthalten:

  • Saucen;
  • Gewürzmischungen;
  • Käse;
  • Butter;
  • anderes Gemüse.

Bei einfachem Tiefkühlbrokkoli kannst du die Verpackungsangaben verwenden.

Bei fertig zubereiteten Produkten solltest du nicht automatisch die Werte von purem Brokkoli übernehmen.

Röschen und Stiel

Sowohl Röschen als auch Stiel sind essbar.

Der Stiel wird häufig weggeworfen, obwohl er geschält und zubereitet werden kann.

Wenn du nur die tatsächlich gegessene Portion wiegst, musst du Abfälle nicht schätzen.

Wenn du einen ganzen Kopf vor dem Putzen wiegst, solltest du berücksichtigen, dass möglicherweise nicht alles gegessen wird.

Wie viele Kalorien hat ein ganzer Brokkoli?

Dafür gibt es keinen sinnvollen festen Wert.

Brokkoliköpfe unterscheiden sich stark in ihrer Größe.

Wiege stattdessen den essbaren Anteil.

Beispiel:

Essbarer Brokkoli = 420 g

420 × 34 ÷ 100 = 142,8 kcal

420 g entsprechen nach diesem Referenzwert also ungefähr 143 kcal.

Brokkoli kann Mahlzeiten mehr Volumen geben

Aufgrund seiner niedrigen Energiedichte kann Brokkoli das Volumen einer Mahlzeit erhöhen, ohne sehr viele Kalorien hinzuzufügen.

Er passt beispielsweise zu:

  • Pasta;
  • Reis-Bowls;
  • Pfannengerichten;
  • Suppen;
  • Omeletts;
  • Aufläufen;
  • Ofengemüse.

Die Gesamtkalorien hängen weiterhin von allen Zutaten ab.

Eine große Gemüseportion neutralisiert nicht die Energie aus Öl, Sauce, Käse oder anderen Lebensmitteln.

Brokkoli beim Abnehmen

Kein einzelnes Gemüse verursacht Gewichtsverlust.

Brokkoli kann bei der Gewichtskontrolle praktisch sein, weil er relativ viel Volumen bei niedriger Energiedichte bietet.

Entscheidend bleibt jedoch die gesamte Energiezufuhr über längere Zeit.

Eine Mahlzeit mit Brokkoli kann je nach weiteren Zutaten sehr kalorienarm oder deutlich energiereicher sein.

Vergleiche beispielsweise:

Mahlzeit A

Brokkoli + gegrillte Proteinquelle + Kartoffeln

mit:

Mahlzeit B

Brokkoli + viel Öl + Käsesauce + zusätzliche Toppings.

Beide enthalten Brokkoli, können aber sehr unterschiedliche Gesamtkalorien haben.

Macht Brokkoli satt?

Brokkoli liefert Wasser, Ballaststoffe und Volumen.

Diese Eigenschaften können zur Sättigung einer Mahlzeit beitragen.

Brokkoli allein ist jedoch nicht automatisch eine vollständige oder ausreichend sättigende Mahlzeit.

In Kombination mit Protein und weiteren Lebensmitteln entsteht meist eine substanziellere Mahlzeit.

Beispiel für eine Mahlzeit mit Brokkoli

Eine einfache Struktur könnte enthalten:

  • Brokkoli;
  • Hähnchen, Tofu, Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte;
  • Kartoffeln, Reis oder eine andere Kohlenhydratquelle;
  • eine bewusst gewählte Menge Sauce oder Fett.

Das Ziel muss nicht sein, jede Mahlzeit möglichst kalorienarm zu machen.

Sinnvoller ist eine Mahlzeit, die zu deinem gesamten Ernährungsplan passt.

Häufige Fehler beim Tracking

Rohwerte für gegartes Gewicht verwenden

Garen verändert den Wassergehalt und damit das Gewicht.

Passe den Datenbankeintrag an den Zustand beim Wiegen an.

Öl vergessen

Gerösteter oder gebratener Brokkoli kann zusätzliches Öl enthalten.

Fertiges Tiefkühlprodukt als puren Brokkoli erfassen

Prüfe, ob Sauce, Käse, Butter oder andere Zutaten enthalten sind.

Große Portionen anhand der Röschen schätzen

Die Größe einzelner Röschen variiert stark.

Den gesamten gekauften Kopf als gegessen erfassen

Nicht gegessene oder entfernte Bestandteile sollten nicht automatisch mitgerechnet werden.

Muss Brokkoli gewogen werden?

Nicht immer.

Da purer Brokkoli relativ kalorienarm ist, haben kleine Schätzfehler meist weniger Einfluss als bei energiedichten Lebensmitteln wie Öl oder Nüssen.

Für allgemeines Ernährungsbewusstsein kann eine visuelle Schätzung ausreichen.

Für genaueres Tracking kannst du die Portion wiegen.

Das ist besonders hilfreich bei Rezepten oder wenn eine größere gekochte Menge auf mehrere Portionen verteilt wird.

Brokkoli in gemischten Gerichten tracken

Es gibt zwei praktische Möglichkeiten.

Zutaten einzeln erfassen

Gut für einfache Pfannen oder Bowls.

Zum Beispiel:

  • Brokkoli;
  • Hähnchen;
  • Reis;
  • Öl;
  • Sauce.

Gesamtes Rezept berechnen

Praktisch für Aufläufe, Suppen oder große Kochmengen.

Addiere die Kalorien aller Zutaten, bestimme die Anzahl der fertigen Portionen und teile die Gesamtmenge entsprechend.

Das ist meist genauer, als den Brokkoli nach dem Vermischen separat zu schätzen.

Portion ohne Waage schätzen

Wenn keine Waage verfügbar ist, verwende eine grobe visuelle Schätzung und vermeide unnötige Scheingenauigkeit.

Orientiere dich beispielsweise an:

  • Anteil der Packung;
  • Anteil der gekochten Gesamtmenge;
  • ungefährer Schüsselgröße;
  • einer vertrauten Portion, die du früher bereits gewogen hast.

Wenn du Brokkoli häufig isst, helfen einige gewogene Portionen dabei, spätere Mengen besser einzuschätzen.

Brokkoli in Mealisa erfassen

Eine praktische Vorgehensweise:

  1. bestimmen, ob der Brokkoli roh, gedämpft, gekocht, geröstet oder Teil eines Rezepts ist;
  2. gemessenes Gewicht verwenden, wenn vorhanden;
  3. Nährwerteintrag an den Zustand beim Wiegen anpassen;
  4. Öl, Sauce, Käse und weitere Zutaten separat hinzufügen;
  5. bei fertigen Tiefkühlprodukten die Verpackungsangaben nutzen;
  6. bei komplexen Gerichten das gesamte Rezept berechnen.

So werden unterschiedliche Zubereitungsformen nicht fälschlicherweise als identisch behandelt.

Schnellübersicht

Bei ungefähr 34 kcal pro 100 g rohem Brokkoli:

  • 50 g ≈ 17 kcal
  • 75 g ≈ 26 kcal
  • 100 g ≈ 34 kcal
  • 150 g ≈ 51 kcal
  • 200 g ≈ 68 kcal
  • 250 g ≈ 85 kcal
  • 300 g ≈ 102 kcal

Brokkoli selbst ist relativ kalorienarm. Bei zubereiteten Gerichten entstehen größere Kalorienunterschiede häufig durch Öl, Käse, Saucen und andere Zutaten.

Quellen der Nährwertdaten

Die folgenden Referenzwerte gelten je 100 g des angegebenen Lebensmittels. Sorte und Zubereitung können die Werte verändern.