Mit diesem Mahlzeitenkosten-Rechner kannst du ermitteln, wie viel eine selbst gekochte Mahlzeit insgesamt und pro Portion kostet.

Das Prinzip: Berechne für jede Zutat nur die Kosten der tatsächlich verwendeten Menge, addiere diese Beträge und teile anschließend durch die Anzahl der Portionen.

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So werden Mahlzeitenkosten berechnet

Für jede Zutat brauchst du:

  • den Packungspreis
  • die Menge in der Packung
  • die im Rezept verwendete Menge

Die Kosten einer Zutat berechnen sich als:

Packungspreis × verwendete Menge ÷ Packungsmenge

Danach:

Mahlzeitenkosten = Summe aller Zutatenkosten

Und:

Kosten pro Portion = Mahlzeitenkosten ÷ Anzahl der Portionen

Beispiel

Angenommen, du kochst ein Pastagericht für vier Portionen:

Zutat Packung Preis Verwendet Kosten im Rezept
Pasta 500 g 1,50 € 300 g 0,90 €
Hackfleisch 500 g 4,50 € 500 g 4,50 €
Tomatensauce 500 g 1,80 € 400 g 1,44 €
Zwiebel 1 kg 1,80 € 150 g 0,27 €
Öl 500 ml 5,00 € 20 ml 0,20 €

Gesamtkosten:

0,90 € + 4,50 € + 1,44 € + 0,27 € + 0,20 € = 7,31 €

Bei vier Portionen:

7,31 € ÷ 4 = etwa 1,83 € pro Portion

Das ist aussagekräftiger, als den vollständigen Kaufpreis jeder Packung dem Rezept zuzurechnen.

Packungspreis ist nicht gleich Zutatenkosten

Kostet eine 1-kg-Packung Reis 2,40 € und du verwendest 250 g, kostet der Reis in dieser Mahlzeit nicht 2,40 €.

Die verwendete Menge kostet:

2,40 € × 250 ÷ 1000 = 0,60 €

Der restliche Reis bleibt für spätere Mahlzeiten verfügbar.

Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn du die tatsächlichen Kosten selbst gekochter Gerichte vergleichen möchtest.

Einheitliche Maßeinheiten verwenden

Packungsmenge und verwendete Menge müssen in kompatiblen Einheiten angegeben werden.

Zum Beispiel:

  • Gramm mit Gramm
  • Kilogramm mit Kilogramm
  • Milliliter mit Millilitern
  • Liter mit Litern
  • Stück mit Stück

Enthält eine Packung 1 kg und du verwendest 300 g, rechne 1 kg zunächst in 1.000 g um, sofern der Rechner die Umrechnung nicht automatisch übernimmt.

Lebensmittel nach Stück berechnen

Manche Lebensmittel lassen sich einfacher pro Stück berechnen.

Beispiel:

  • 10 Eier kosten 3,20 €
  • du verwendest 3 Eier

Dann:

3,20 € × 3 ÷ 10 = 0,96 €

Dasselbe Prinzip funktioniert bei Wraps, Brötchen, Tortillas und anderen Produkten mit bekannter Stückzahl.

Was sollte einbezogen werden?

Für eine praktische Haushaltsrechnung solltest du Zutaten berücksichtigen, die einen relevanten Anteil an den Rezeptkosten haben.

Typischerweise:

  • Fleisch, Fisch oder Alternativen
  • Getreide und Pasta
  • Gemüse und Obst
  • Milchprodukte
  • Saucen
  • Speiseöle
  • Konserven
  • Toppings
  • andere wesentliche Zutaten

Kleine Mengen Salz, Gewürze und ähnliche Vorratsprodukte kannst du ebenfalls berücksichtigen, wenn du eine detailliertere Rechnung möchtest.

Für alltägliche Vergleiche reicht es häufig, sich auf Zutaten zu konzentrieren, die die Gesamtkosten spürbar beeinflussen.

Wie werden Reste behandelt?

Ergibt ein Rezept sechs Portionen und du isst heute nur vier, bleiben die anderen zwei Portionen Teil der Rechnung.

Kostet das Rezept insgesamt 9 €:

9 € ÷ 6 = 1,50 € pro Portion

Die zwei übrigen Portionen entsprechen damit weiteren 3 € bereits zubereiteten Essens.

Deshalb ist der Preis pro Portion oft aussagekräftiger als die Kosten eines einzelnen Kochvorgangs.

Lebensmittelverschwendung berücksichtigen

Die einfache Rechnung geht davon aus, dass gekaufte Lebensmittel letztlich verwendet werden.

Lebensmittelverschwendung erhöht jedoch die effektiven Kosten dessen, was tatsächlich gegessen wird.

Eine große Packung mit niedrigerem Kilopreis spart beispielsweise kein Geld, wenn ein erheblicher Teil davon weggeworfen wird.

Vergleiche deshalb:

  • Grundpreis
  • realistisch verbrauchbare Menge

Die günstigste Packung pro Kilogramm ist nicht zwangsläufig die günstigste Wahl für deinen Haushalt.

Mahlzeitenkosten und Kosten pro Portion

Beide Werte beantworten unterschiedliche Fragen.

Mahlzeiten- oder Rezeptkosten sind die Gesamtkosten aller verwendeten Zutaten.

Kosten pro Portion teilen diesen Betrag durch die Anzahl der erzeugten Portionen.

Ein Rezept für 12 € kann zunächst teuer wirken.

Ergibt es acht Portionen:

12 € ÷ 8 = 1,50 € pro Portion

Damit kannst du es leichter mit anderen Rezepten, Fertiggerichten oder auswärts gekauftem Essen vergleichen.

Alternative Zutaten vergleichen

Sobald du weißt, welche Zutaten den größten Teil der Kosten verursachen, kannst du Alternativen testen.

Angenommen, die Proteinquelle eines Rezepts kostet 5,00 € und alle anderen Zutaten zusammen 3,00 €.

Gesamt:

8,00 €

Eine alternative Proteinquelle kostet für die benötigte Menge 3,20 €.

Neue Gesamtkosten:

6,20 €

Bei vier Portionen sinken die Kosten von:

2,00 € pro Portion

auf:

1,55 € pro Portion

So erkennst du, ob eine Änderung tatsächlich einen relevanten Unterschied macht.

Nicht ausschließlich auf den niedrigsten Preis optimieren

Mahlzeitenkosten sind nützlich, aber nicht das einzige Kriterium.

Eine praktische Mahlzeit sollte auch zu folgenden Faktoren passen:

  • Ernährungsbedarf
  • Vorlieben
  • verfügbare Kochzeit
  • Haushaltsgröße
  • Lagerungsmöglichkeiten
  • bereits vorhandene Lebensmittel

Ein etwas teureres Gericht, das vorhandene Zutaten nutzt, sinnvolle Reste erzeugt oder zuverlässig gegessen wird, kann für einen Haushalt sinnvoller sein als das theoretisch billigste Rezept.

Wiederkehrende Gerichte nur einmal berechnen

Wenn du dasselbe Rezept regelmäßig kochst, musst du die Rechnung nicht jedes Mal neu erstellen.

Speichere die Zutatenmengen und aktualisiere bei Bedarf lediglich die Preise.

Das eignet sich besonders für:

  • Pastagerichte
  • Suppen
  • Currys
  • Aufläufe
  • Reisgerichte
  • vorbereitete Frühstücke
  • Meal-Prep-Rezepte

So entsteht mit der Zeit eine kleine Sammlung bekannter Mahlzeitenkosten.

Preise verändern sich

Eine Kostenberechnung ist nur so aktuell wie die eingegebenen Preise.

Lebensmittelpreise unterscheiden sich nach:

  • Supermarkt
  • Region
  • Packungsgröße
  • Marke
  • Angebot
  • Saison
  • Zeitpunkt

Behandle das Ergebnis deshalb als praktische Schätzung auf Basis deiner aktuellen Einkaufspreise und nicht als dauerhaften Wert eines Rezepts.

Praktischer Ablauf

Für ein neues Rezept:

  1. Zutaten auflisten
  2. Packungspreis und Packungsmenge eingeben
  3. verwendete Menge eintragen
  4. Kosten jeder verwendeten Menge berechnen
  5. Zutatenkosten addieren
  6. Portionszahl eingeben
  7. Kosten pro Portion berechnen

Nach einigen Gerichten wird auch die Wochenplanung einfacher, weil du echte Mahlzeitenkosten miteinander vergleichen kannst.