Dieser Putenhackbraten mit Süßkartoffel ist ein unkompliziertes Ofengericht, das sich gut in gleichmäßige Portionen schneiden lässt. Die Süßkartoffel wird nicht als Beilage püriert, sondern roh und fein geraspelt direkt unter das Putenhackfleisch gemischt. So verteilt sie sich im gesamten Hackbraten und bringt eine milde Süße sowie zusätzliche Feuchtigkeit mit.

Das Rezept ist für eine große Kastenform ausgelegt. Es enthält genaue Zutatenmengen, eine einfache Tomaten-Senf-Glasur und eine eindeutige Vorgabe für die Kerntemperatur. Im Unterschied zu kleinen Putenfrikadellen wird die gesamte Masse als ein Hackbraten gebacken.

Rezept auf einen Blick

Angabe Menge
Ergibt 6 Portionen
Vorbereitung Etwa 20 Minuten
Backofentemperatur 190 °C Ober-/Unterhitze / 170 °C Umluft
Voraussichtliche Backzeit 50–65 Minuten
Ruhezeit 10 Minuten
Erforderliche Kerntemperatur 74 °C
Benötigt Kastenform 23 × 13 cm und Küchenthermometer

Die Backzeit ist ein Richtwert. Entscheidend ist die Temperatur in der Mitte des Hackbratens.

Zutaten

Für den Hackbraten

Zutat Menge
Putenhackfleisch 600 g
Süßkartoffel, geschält und fein geraspelt 250 g
Feine Haferflocken 60 g
Zwiebel, fein gehackt 100 g
Ei 1 mittelgroßes Ei, etwa 50 g ohne Schale
Tomatenmark 25 g
Olivenöl 10 g
Knoblauch 2 Zehen, fein gehackt
Geräuchertes Paprikapulver 1 TL
Getrockneter Thymian 1 TL
Feines Salz 4 g
Schwarzer Pfeffer ¼ TL

Für die Glasur

Zutat Menge
Ketchup 40 g
Dijon-Senf 10 g
Apfelessig 5 g

Die Glasur schmeckt leicht würzig und säuerlich. Bei Unverträglichkeiten sollten insbesondere die Etiketten von Senf und Fertigsaucen geprüft werden.

Warum diese Kombination funktioniert

Das Putenhackfleisch bildet die Grundlage für einen zusammenhängenden, schnittfesten Hackbraten. Eine Variante mit etwas natürlichem Fett ist meist weniger empfindlich gegen Austrocknen als extrem mageres Hackfleisch.

Die Süßkartoffel muss fein geraspelt werden. Große Würfel verteilen sich schlechter und können im fertigen Hackbraten noch zu fest sein. Kleine Raspel garen innerhalb der Masse und ergeben eine gleichmäßigere Konsistenz.

Die Haferflocken nehmen einen Teil der Feuchtigkeit auf, die von Fleisch, Ei und Gemüse abgegeben wird. Gleichzeitig dienen sie als Bindung, ohne dass zusätzlich Semmelbrösel erforderlich sind. Wer glutenfrei essen muss, sollte ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnete Haferflocken verwenden und auch die übrigen Produkte kontrollieren.

Die kurz angedünstete Zwiebel wird milder und bleibt später nicht unangenehm knackig. Tomatenmark, Thymian und geräuchertes Paprikapulver ergänzen das milde Aroma des Putenfleischs.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Ofen und Form vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft vorheizen. Eine Kastenform von ungefähr 23 × 13 cm mit Backpapier auskleiden. Das Papier seitlich etwas überstehen lassen.
  1. Zwiebel andünsten. 10 g Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die gehackte Zwiebel ungefähr 4–5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Knoblauch zugeben, weitere 30 Sekunden umrühren und anschließend leicht abkühlen lassen.
  1. Süßkartoffel raspeln. Die Süßkartoffel schälen und danach 250 g abwiegen. Fein raspeln. Bei ungewöhnlich viel austretender Flüssigkeit die Raspel vorsichtig etwas ausdrücken, aber nicht vollständig trocknen. Verwendet wird rohe Süßkartoffel, kein bereits gegartes Püree.
  1. Masse mischen. 600 g Putenhack, Süßkartoffelraspel, 60 g Haferflocken, Ei, 25 g Tomatenmark, die angedünstete Zwiebel mit Knoblauch sowie Paprika, Thymian, Salz und Pfeffer in eine große Schüssel geben. Alles nur so lange mischen, bis die Zutaten gleichmäßig verteilt sind. Zu kräftiges Kneten kann den Hackbraten kompakt machen.
  1. In die Form füllen. Die Masse gleichmäßig verteilen und die Oberfläche glatt streichen. Dabei nicht fest zusammenpressen. Nach Kontakt mit rohem Putenfleisch Hände, Arbeitsflächen und benutzte Geräte gründlich reinigen.
  1. Anbacken. Die Kastenform auf die mittlere Schiene stellen und den Hackbraten zunächst etwa 35–45 Minuten backen. Je nach Ofen, Füllhöhe und Form kann die tatsächliche Zeit abweichen.
  1. Glasur auftragen. Ketchup, Dijon-Senf und Apfelessig verrühren. Die Glasur auf dem teilweise gebackenen Hackbraten verteilen. Weitere ungefähr 15–20 Minuten backen. Insgesamt sind damit etwa 50–65 Minuten vorgesehen.
  1. Kerntemperatur prüfen. Ein Küchenthermometer in die dickste Stelle in der Mitte stecken, ohne den Formenboden zu berühren. Putenhack muss mindestens 74 °C (165 °F) erreichen. Liegt die Temperatur darunter, weiterbacken und erneut messen. Die Farbe der Kruste oder austretender Fleischsaft reicht als Sicherheitsprüfung nicht aus. Grundlage sind die USDA-Gartemperaturen.
  1. Ruhen lassen. Nach Erreichen der sicheren Temperatur den Hackbraten aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form heben und in 6 Portionen schneiden.

So wird der Hackbraten saftig und schnittfest

Die ungegarte Masse sollte feucht sein, aber ihre Form behalten. Sie darf nicht wie ein flüssiger Teig verlaufen. Wie viel Feuchtigkeit nötig ist, hängt auch vom Wassergehalt der Süßkartoffel und vom Fettanteil des Putenhacks ab.

Ist die Masse auffallend weich, kann man sie zunächst ungefähr 5 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit quellen die Haferflocken etwas auf. Nicht sofort große Mengen zusätzlicher Haferflocken einarbeiten, da ein zu hoher Anteil später eine trockene oder bröselige Konsistenz verursachen kann.

Wird der fertige Hackbraten trocken, kommen vor allem sehr mageres Fleisch, starkes Verdichten oder eine unnötig lange Backzeit als Ursachen infrage. Deshalb ist das Thermometer hilfreicher als eine Beurteilung allein nach der Oberflächenfarbe.

Eine leicht gebräunte, glasierte Oberfläche und ein zusammenhängendes Inneres sind erwünscht. Etwas Flüssigkeit in der Form ist normal. Ob das Fleisch sicher gegart ist, entscheidet jedoch weiterhin die gemessene Kerntemperatur.

Portionieren und servieren

Den fertigen Hackbraten in 6 Portionen aufteilen. Ein festes Grammgewicht pro gegarter Portion wird nicht angegeben, weil während des Backens Wasser verdampft und sich das Endgewicht entsprechend verändert.

Dazu passen gedünstete grüne Bohnen, Ofenkarotten, Kartoffeln oder ein frischer Salat. Zusammen mit Gemüse und einer passenden Kohlenhydratbeilage wird daraus eine vollständige Mahlzeit. Wie sich solche Bestandteile kombinieren lassen, erläutert unser Beitrag ausgewogene Mahlzeiten.

Eine andere Zubereitung von Putenhack ist Putenfrikadellen mit Spinat. Dabei wird das Fleisch zu einzelnen Frikadellen geformt; die hier beschriebenen Backzeiten für einen großen Hackbraten lassen sich darauf nicht übertragen.

Aufbewahren und aufwärmen

Den gegarten Hackbraten zügig abkühlen lassen und innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Reste am besten in flachen, geschlossenen Behältern lagern, statt die ganze Form lange bei Raumtemperatur stehen zu lassen.

Gegarte Reste sollten im Kühlschrank normalerweise innerhalb von 3–4 Tagen verbraucht werden. Beim erneuten Erhitzen muss die Mitte 74 °C (165 °F) erreichen. Diese Angaben entsprechen den USDA-Empfehlungen zur Aufbewahrung.

Zum Einfrieren den gegarten Hackbraten sicher abkühlen lassen, portionsweise schneiden und luftdicht verpacken. Das Einfrierdatum auf der Verpackung notieren. Zum Auftauen den Kühlschrank benutzen und die Portion anschließend gründlich erhitzen.

Eine rohe Putenhackmischung sollte während anderer Küchenarbeiten nicht ungekühlt auf der Arbeitsplatte stehen. Sie gehört bis zum Backen in den Kühlschrank. Rohes Geflügel und verzehrfertige Lebensmittel getrennt halten.

Sinnvolle Varianten

Ohne Kastenform: Die Masse kann auch als kompakter Laib auf Backpapier in einer Backform liegen. Durch die veränderte Dicke kann sich die Garzeit verschieben. Die Temperatur im Inneren bleibt ausschlaggebend.

Mildere Würzung: Statt geräuchertem Paprikapulver kann edelsüßes Paprikapulver verwendet werden.

Andere Haferflocken: Grobe Flocken können eine rustikalere Textur ergeben. Andere Bindemittel verändern möglicherweise den Zusammenhalt.

Vorbereitung: Zwiebel und Süßkartoffel lassen sich vorher vorbereiten, sofern die Zutaten angemessen gekühlt werden. Die Mischung mit rohem Putenhack anschließend zügig verarbeiten und bis zum Backen kalt halten.

Dieses Rezept ist bewusst auf einen zusammenhängenden Putenhackbraten mit Süßkartoffel ausgelegt. Zutatenmengen, Formgröße und die sichere Kerntemperatur sind die Grundlage, wenn die Würzung verändert werden soll.

Quellen

Die Zutatenkombination, Ofeneinstellung, Zubereitung und geschätzte Backzeit sind redaktionelle Rezeptangaben. Die Quellen belegen die Sicherheitstemperaturen und Aufbewahrungsregeln, nicht eine garantierte Backdauer oder berechnete Nährwerte.